Hinweise zu Versetzung und freiwilliger Wiederholung, Stand 21.04.2021

Folgende Hinweise erreichten uns in Form eines Schulleiterschreibens vom 16.04.2021. Bitte beachten Sie dennoch weitere evtl. künftig geltende Änderungen:

“Es gelten die Versetzungsregeln der jeweiligen Schulordnungen. Maßgeblich sind die auf den Jahreszeugnissen ausgewiesenen Noten. Die Corona-Pandemie gilt als wichtiger Grund im Sinne der Schulordnungen, nach dem die Schülerinnen und Schüler, die nicht zu versetzen wären, versetzt werden, wenn sie aufgrund der Leistungsfähigkeit und bisherigen Gesamtentwicklung den Anforderungen der nächsthöheren Klassenstufe voraussichtlich gewachsen sein werden.

Für die freiwillige Wiederholung von Klassen- und Jahrgangsstufen außer den Abschlussklassen gelten ausschließlich die Regelungen der jeweiligen Schulordnung. Soweit hier die freiwillige Wiederholung bezogen auf den Einzelfall angezeigt ist, wird sie bei der Schulbesuchsdauer berücksichtigt bzw. gilt als Nichtversetzung.

Die Erwägung einer Wiederholung des Schuljahres 2020/21 ist immer nur für Einzelfälle angezeigt. Diese Entscheidung muss gemeinsam mit den Eltern und sehr verantwortungsvoll durch die Schule getroffen werden. Im Regelfall wollen die Schüler in ihrer Klasse weiterlernen. Defiziten, die alle Schüler der Klasse betreffen, wird so gemeinsam begegnet. Den Anschluss des Einzelnen bei Leistungsschwächen an das Klassenniveau kann eine individuelle und zeitlich beschränkte intensive Förderung in den Fächern mit besonderen Schwierigkeiten ermöglichen. Durch die geplanten Lehrplananpassungen und die Möglichkeit, Unterrichtsstoff zu wiederholen, bestehen dafür sehr gute Voraussetzungen.

Dagegen können sich Frustration über das Scheitern und der Ausschluss aus der Klassengemeinschaft so demotivierend auswirken, dass auch die Wiederholung keinen Erfolg bringt. Vielmehr bedeutet die Wiederholung eines kompletten Schuljahres eine unverhältnismäßige Zeitinvestition und sie trifft weder die Lebensplanung der Familien, noch ist sie personell und räumlich umsetzbar.

Für Abschlussklassen wurde neben pandemiebedingter Nachteilsausgleiche die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, diese freiwillig zu wiederholen. Die konkreten Voraussetzungen dafür und die Umsetzung sind im Brief an die Schulleiter der Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft vom 14.01.2021 benannt. Die Entscheidung zur freiwilligen Wiederholung der Abschlussklasse muss spätestens vor Absolvierung der letzten mündlichen Prüfung getroffen werden, denn ein einmal erworbener Abschluss kann generell nicht nochmals erworben werden. Bei erfolgreichen Erwerb wird aus pädagogischen und rechtlichen Gründen auch keine Notwendigkeit gesehen, diesen in Frage zu stellen und zu wiederholen (…).”

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